Wie wirkt Grüner Tee?

Wie wirkt Grüner Tee?

Es spielt keine Rolle ob Sie ihren Tee im Winter zum Schutz vor Erkältungen oder gar gekühlt im Sommer zur Erfrischung einnehmen. Grüner Tee ist eines der beliebtesten Getränke der Welt und wird von vielen Menschen in großen Mengen konsumiert. Allein in den Vereinigten Staaten von Amerika, trinkt eine erwachsene Person durchschnittlich ca. 155 Tassen Tee pro Jahr. Im Laufe der Jahre entdeckten immer mehr Forscher und Ärzte den Nutzen von grüner Tee. Die gesundheitsfördernden Eigenschaften der grünen Tee-Blätter, lässt immer noch die Umsätze der Tee-Produzenten steigen. Aber nicht nur die Grüntee-Blätter, auch Grüntee-Extrakt wird immer beliebter und als Zusatz für Lebensmittel und Getränke verwendet.

Sie trinken Tee weil Sie den Geschmack so großartig finden, toll. Kaufen Sie jedoch grüner Tee, weil Sie sich ein Wunder erwarten, dann übertreiben Sie. Die gesundheitsfördernden Eigenschaften von grüner Tee sind schon seit Jahrtausenden bekannt. Vor allem im letzten Jahrhundert haben sich Wissenschaftler mit dem Thema grüner Tee intensiv befasst und etliche Untersuchungen über die Grüntee-Pflanze veröffentlicht. Dieser Trend setzt sich auch im 21. Jahrhundert fort und kennt keinen Halt. Der immergrünen Tee-Pflanze werden Eigenschaften zugeschrieben, die in dieser Form in nur sehr wenigen anderen Pflanzen vorgefunden wird. Grüner Tee kann laut jahrtausendealten Übermittlungen das Risiko für Krebs und Herzkrankheiten minimieren, den Stoffwechsel ankurbeln, beim Abnehmen behilflich sein und das Gehirn stärken.

Lassen Sie uns kurz die Grüntee-Pflanze kennenlernen, bevor wir die einzigartige Wirkung von grüner Tee aus Sicht der neuesten Untersuchungen (Studien) betrachten. Das Wichtigste zuerst:

Was ist Grüner Tee?

Technisch gesehen werden aus den Blättern einer einzigen Tee-Pflanze, der sogenannten Camellia Sinensis Pflanze etliche Tee-Sorten hergestellt. Der Unterschied dieser Tee-Sorten ist der Geschmack, die Farbe und der Name des Tees. Die verschiedenen Tee-Sorten erhält man durch die unterschiedliche Weiterverarbeitung der Blätter direkt nach der Ernte (Pflückung). Im Großen und Ganzen gibt es vier Grundtypen von Tee:

Sorte Schwarzer Tee

Schwarzer Tee

Schwarzer Tee ist die beliebteste Sorte in Europa und den Vereinigten Staaten. Dort versteht man unter einer Tasse Tee gewöhnlich schwarzer Tee. Schwarzer Tee entsteht aus Grüntee-Blättern die nach der Ernte zur vollständigen Oxidation oder Fermentation ausgesetzt wurden. Durch diese Vorgänge ändert sich die Farbe der Blätter von Grün auf schwarz.

Sorte Oolong Tee

Oolong Tee

Oolong Tee stammt aus dem Süden von China und ist auch in Europa sehr beliebt. Nach der Ernte wird grüner Tee unter der Sonne getrocknet und danach in mühsamer Handarbeit verdrillt. Durch die Weiterverarbeitung entsteht ein dunkler, oxidierter Oolong Tee. Analyseergebnisse haben gezeigt, dass Oolong Tee einen höheren Koffeingehalt als grüner Tee aufweist. Oolong wird auch als “ schwarze Drache “ bezeichnet. Seinen Namen hat er vor allem wegen seiner dunklen Farbe erhalten. Oolong-Tee wird als Sorte zwischen grüner und schwarzer Tee geführt und hat eine grünlich-braune Tasse. Das Aroma ist etwas stärker als Grüntee.

Grüner Tee Blätter

Grüner Tee Sorte

Grüner Tee wird von allen Sorten am wenigsten oder kaum weiterverarbeitet und enthält die meisten antioxidativen Polyphenole. Laut Untersuchungen ist die hohe Anzahl der Polyphenole im Grüntee für einen Großteil der gesundheitlichen Eigenschaften der Tee-Sorte verantwortlich. Die geernteten Blätter werden nach einem kurzen Dämpf-Vorgang weich und geschmeidig. Anschließend werden die frischen Blätter meist gerollt und auf großen Tafeln zur Trocknung ausgebreitet. Durch das schonende Verfahren wird die grüne Farbe und der delikate (wohlschmeckende) Geschmack der Blätter beibehalten.

Sorte Weißer Tee

Weißer Tee

Weißer Tee erfährt eine noch geringere Weiterverarbeitung wie grüner Tee. Die Blätter werden in einem sehr jungen Stadium gepflückt und anschließend nur in der Sonne getrocknet. Alle genannten Tee-Sorten stammen wie schon erwähnt von derselben Pflanze ab, der sogenannten Camellia Sinensis. Der Name “ Weißer Tee “ wurde von den feinen silberweißen Haaren auf den ungeöffneten Knospen der Teepflanze abgeleitet. Der Aufguss ergibt eine hellgelbe Farbe mit einem sehr leichten Geschmack.

Inzwischen werden fast alle heißen und kalten Getränke als Tee bezeichnet. Diese Bezeichnung ist nicht ganz korrekt, da nicht alle Tee-Getränke von der Grüntee-Pflanze (Camellia Sinensis) abstammen. Sie werden meist aus anderen Blumen, Kräutern oder Pflanzen hergestellt. Sehr viele dieser Kräutertee-Sorten oder Blumentee-Sorten besitzen eine Vielzahl gesundheitlicher Vorteile, jedoch sollte man sich über die unterschiedlichen Eigenschaften im Klaren sein und diese nicht untereinander verwechseln.

Inhaltsstoffe von Grüner Tee

Flavonoide sind Verbindungen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Laut Experten gibt es in der Natur über 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen und weitere Vorgänge entstehen. Flavonoide beeinflussen die Farbe und den Geschmack der Grüntee-Pflanze. Grüner Tee enthält eine hohe Menge dieser Verbindungen die sich nach der Einnahme an gesunden Körperfunktionen beteiligen. Ein durchschnittlicher Erwachsener verbraucht täglich 150 bis 200 Milligramm Flavonoide von denen die meisten über den Verzehr von Tee aufgenommen werden. Anhand bisheriger Nachforschungen haben wir noch keine standfeste Empfehlung für die Dosierung von Flavonoide pro Tag zu Gesicht bekommen.

Grüner Tee enthält etwa 100 bis 300 mg Flavonoide pro Portion. Diese Menge hängt stark von der Sorte des Tees ab. Die wichtigste Art der Flavonoide sind Catechine. Da Grüntee-Sorten weniger verarbeitet werden, beinhaltet grüner Tee mehr Catechine als schwarzer Tee. Genau aus diesem Grund wurden bei fast allen Studien (Untersuchungen), die die gesunde Wirkung von der Camellia Sinensis Pflanze untersuchten, meist Grüntee-Extrakt oder grüner Tee verwendet. Auch die Angaben in diesem Artikel konzentrieren sich bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich auf Grüntee. Wirft man einen Blick auf bereits veröffentlichte Studien, merkt man sofort, dass in erster Linie die gesundheitlichen Vorteile von Catechine wie Epigallocatechingallat (EGCG) , Epigallocatechin (EGC ) , Epicatechingallat (EKG) und Epicatechin (EC) untersucht wurden.

Welche Inhaltsstoffe grüner Tee außerdem noch enthält und welche Eigenschaften diese Inhaltsstoffe aufweisen, finden Sie in unserem ausführlichen Beitrag mit der Überschrift „ Grüner Tee Inhaltsstoffe “. Einer dieser wichtigen Inhaltsstoffe ist Koffein. Je nach Sorte variiert die Koffein-Menge im Tee. Eine mittelgroße Tasse mit 250 bis 350 ml grüner Tee enthält in etwa 24 bis 39 mg Koffein. Die Koffein-Menge kann auch anhand der unterschiedlichen Zubereitung und Ziehzeit divergieren (voneinander abweichen). Zum Vergleich weist Oolong Tee zirka 29 bis 53 mg und schwarzer Tee rund 64 bis 112 mg Koffein pro Tasse auf.

Zwei Tee Tasse mit Karikatur

Gesundheitliche Vorteile von Grüner Tee

Gesundheitliche Vorteile von Grüner Tee

Aktuelle Forschungen (Studien) zeigen, dass grüner Tee unter Umständen folgende Vorteile mit sich bringen kann:

Verbesserung der geistigen Wachheit. Aufgrund des Koffeingehaltes kann grüner Tee wie auch andere koffeinhaltige Getränke die Aufmerksamkeit und kognitiven (wahrnehmenden) Fähigkeiten bei regelmäßiger Einnahme im Verlauf des Tages steigern.

Aktivierung und Entspannung des Gehirns. Trotz der beachtlichen Menge an Koffein kann grüner Tee auch beruhigend wirken ohne dabei eine Nervosität zu verursachen. Diese Eigenschaft verdankt die Grüntee-Pflanze der hohen Dosierung L-Theanin. Die Aminosäure erhöht die Alphawellen-Aktivität im Gehirn, die zu einer entspannten Konzentration führen.

Angstlösende Wirkung. Grüner Tee enthält eine hohe Dosis L-Theanin. Die Aminosäure (Theanin) ist in der Lage die Blut-Hirn-Schranke zu durchdringen um dort die Aktivität des inhibitorischen Neurotransmitters GABA zu erhöhen. Eine verstärkte Aktivität des inhibitorischen Neurotransmitters GABA kann eine angstlösende Wirkung aufweisen.

Behandlung von Genitalwarzen (Feigwarzen). Humane Papillomaviren sind unbehüllte, doppelsträngige DNA-Viren. Sie führen zu einer Infizierung der Epithelzellen der Haut. Dort bilden sich meist Feigwarzen (Genitalwarzen). Antioxidantien im grünen Tee können ersichtliche Resultate bei der Behandlung von Feigwarzen (Genitalwarzen) aufweisen. Dass grüner Tee eine Wirkung gegen Genitalwarzen aufweist, bestätigt auch die Tatsache, dass im Jahr 2006 eine auf Grüntee basierende Salbe mit dem Wirkstoff Sinecatechin (Polyphenon E) von der amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde (FDA) für die Behandlung von Anogenitalwarzen (Feigwarzen) zugelassen wurde. Die Wirkung der Salbe mit dem Namen Veregen wurde durch eine randomisierte klinische Doppelblind-Studie belegt.

Cholesterinspiegel optimieren. Als wichtiger Bestandteil der Zellmembran und der Plasmamembran ist Cholesterin für unseren Körper unverzichtbar. Laut verschiedenen Untersuchungen sind hohe Cholesterin-Werte auf Dauer ungesund. Eine der vielen Studien (Untersuchungen) ergab, dass ab 10 Tassen grüner Tee pro Tag der Wert des Gesamt-Cholesterins gesenkt werden kann.

Blutdruck regulieren. Eines durch die Nieren ausgeschiedenes Enzym (engl. Angiotensin Converting Enzyme, kurz ACE) ist eines der Hauptursachen von Bluthochdruck. Grüner Tee wirkt als rein natürlicher ACE-Blocker. Diese besondere Eigenschaft führt bei einer dauerhaften Einnahme zu einer Reduzierung des Blutdruckes. Grüner Tee kann auch aufgrund der Inhaltstoffe wie Koffein einen zu niedrigen Blutdruck während des Tages und bei älteren Personen vor allem nach dem Essen leicht erhöhen. Vereinfacht ausgedrückt, regulieren Wirkstoffe der Grüntee-Pflanze (Camellia Sinensis) den Blutdruck.

Die Wahrscheinlichkeit einer Parkinson-Erkrankung verringern. Die Wirkung von Grüner Tee im Bezug auf Parkinson wird der einzigartigen Kombination der Inhaltsstoffe und vor allem dem Koffein-Gehalt im Tee zugeschrieben. Parkinson ist eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankung und führt zum Tod von Neuronen im Gehirn. Neuronen sind Nervenzellen die den Transport von Erregungs-Signalen ermöglichen. Eine Erkrankung an Parkinson kann im Gehirn zu Gedächtnisverlust führen. Grüner Tee kann laut Studien-Ergebnissen eine frühzeitige Erkrankung verhindern. Die Wirkung wurde trotz zwiespältiger Ergebnisse inzwischen mehrfach belegt. Um von der gesunden Wirkung vollständig zu partizipieren (teil zu haben), muss die Dosierung von grüner Tee der durchschnittlichen Einnahme-Menge der Studien angepasst werden. Für die Vorbeugung von Parkinson werden folgende Mengen  unter ärztlicher Aufsicht empfohlen: Männer, mindestens 3 bis maximal 10 große Tassen Tee pro Tag und Frauen, mindestens 2 bis maximal 5 große Tassen Tee pro Tag.

Krebs-Prävention. Eine Prävention (Vorbeugung) mit Grüner Tee ist laut Studien auch gegen Krebserkrankungen wie Blasenkrebs, Eierstockkrebs, Darmkrebs, Lungenkrebs, Speiseröhrenkrebs, Haut- und Magenkrebs möglich. Wissenschaftler sagen, dass vor allem die hohe Konzentration an Polyphenole im Grüntee für die positive Wirkung verantwortlich ist. Die meisten dieser Studien wurden an Tieren (Stoppt Tierversuche) durchgeführt. Studienergebnisse an Menschen sind nur in geringen Maßen vorhanden.

Positiv ist jedoch, dass immer mehr Studien für die Behandlung von Krebs mit grünem Tee durchgeführt und regelmäßig veröffentlicht werden. Diese Tatsache spricht auch dafür, wie hoch eigentlich die Nachfrage an einer natürlichen Behandlung von Krebs ist. Aufgrund der ambivalenten (voneinander abweichenden) Studien-Ergebnisse werden nicht alle Ergebnisse als aussagekräftig eingestuft. Ausführliches zum Thema Krebs und grüner Tee finden Sie im Beitrag „ Kann Grüner Tee Krebs vorbeugen?

Für was ist Grüner Tee noch gesund

Die Wirkung von grüner Tee ist sehr umfangreich. Wie bereits erwähnt existieren unzählige Studien über die Grüntee-Pflanze (Camellia Sinensis) und ihre gesunden Eigenschaften. Die vorher genannten positiven Vorteile sind anhand mehrerer Studien untersucht worden. Folgende gesundheitsfördernde Charakteristiken sind auch untersucht worden, jedoch nicht im selben Ausmaß wie vorangegangene.

Grüner Tee in Tassen mit Messband

Abnehmen mit grüner Tee

Gesund abnehmen

Ein sehr beliebtes Thema. Abnehmen mit grüner Tee, wurde seit dem Tee existiert noch nie so intensiv diskutiert wie jetzt. Einigen Wissenschaftlern zufolge kann grüner Tee anhand der Inhaltsstoffe wie Koffein und Catechine EGCG einen Gewichtsverlust einleiten. Forscher gehen davon aus, dass bei langfristiger Einnahme von mehreren Tassen täglich, die Fettoxidation (Fettverbrennung) angeregt wird. Die Beweise dass grüner Tee allein das Körpergewicht reduziert sind eher mager. Laut den Ergebnissen einiger klein angelegter Studien wurde festgehalten, dass durch den Konsum von grüner Tee mehr Kalorien im Körper verbrannt wurden. Bei langfristigen Studien wurde auch eine Reduzierung des Körpergewichts und Verkleinerung des Taillenumfangs beobachtet. Unter dem Strich scheint es, als wäre grüner Tee kein Wundermittel um noch kurz vor dem Wochenende ein paar Kilos zu verlieren :)

Prävention von Diabetes

In einer klein angelegten japanischen Studie wurde berichtet, dass ab 6 Tassen grüner Tee pro Tag ein geringeres Vorkommen (Inzidenz) von Typ 2-Diabetes festgestellt wurde. Anhand dieses Ergebnisses kann jedoch nicht sicher gesagt werden, dass grüner Tee Typ 2 Diabetes verhindert. Die Krankheit hat in den letzen Jahren ein enormes Ausmaß erreicht. Laut Statistiken leiden weltweit etwa über 300 Millionen Menschen an Diabetes. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel, Insulinresistenz oder die Unfähigkeit des Körpers selbst Insulin zu produzieren sind die Begleiterscheinungen dieser Stoffwechselerkrankung. Ergebnisse von insgesamt 7 weiteren Studien mit insgesamt 286 701 Personen haben unter anderem auch gezeigt, dass die kontinuierliche Einnahme von grüner Tee das Risiko an Diabetes zu erkranken um etwa 18 Prozent senken kann.

Damit unser Körper, Stärke in einfachen Zucker umwandeln kann benötigt er das Enzym Amylase. Die Polyphenole im Grüntee hemmen die Entstehung von Amylase Enzymen. Ein hoher Blutzuckerspiegel und hoher Insulinspiegel können zu einer Diabetes Erkrankung führen. Grüner Tee kann bei regelmäßiger Einnahme den Blutzuckerspiegel senken. Nur eine Hand voll klinischer Studien bewerteten bisher die Wirkung von Grüntee-Extrakt an Diabetes erkrankten Testpersonen. Allerdings existieren auch Studien, die über keine Wirkung von grüner Tee auf die Nüchternblutzuckerwerte berichten.

Vorbeugung von Prostatakrebs. Obwohl das Risiko an einer Prostatakrebs-Erkrankung bei chinesischen Männer anhand einer Studie sank, bedarf es weiteren Untersuchungen um das Ergebnis als Relevant anzusehen. Im Großen und Ganzen gab es bisher mehr Studien die keinen Einfluss von grüner Tee auf Prostata-Krebs oder Prostataspezifischen Antigen (PSA) Ebenen beleget haben.

Tasse und Kanne mit grüner Tee

Zubereitung von Grüner Tee

Wirkung von Grüner Tee und Zubereitung

Während grüner Tee reich an Antioxidantien ist, haben auch einige Studien gezeigt, dass in Flaschen gefüllte Grüntee-Getränke nicht annähernd so viel Antioxidantien beinhalten wie selbst aufgebrühter Tee. Teilweise waren die Ergebnisse sogar grottenschlecht. In manchen fertig abgefüllten Flüssigtees waren nur 3 Milligramm Flavonoide vorhanden. Verglichen mit einem Aufguss frischer Grüntee-Blätter, die durchschnittlich etwa 150 Milligramm Flavonoide beinhalten, ein unglaublich schlechtes Ergebnis. Um das Beste aus der Grüntee-Sorte zu bekommen sollte man unbedingt die Zubereitung beachten.

Um es ähnlich wie Experten zu machen, empfehlen wir stets die Kanne vor dem Aufguss mit heißem Wasser zu spülen. Auch ein Sieb mit genug Platz für die Entfaltung der Grüntee-Blätter ist wichtig. Ein Tee-Sieb der bis zum Rand gefüllt ist macht wenig Sinn. Ist zu wenig Platz vorhanden, werden die Tee-Blätter eingeengt und können sich nicht optimal entfalten. Wir empfehlen in etwa 2 Gramm grüner Tee für je 150 ml Wasser. Das entspricht in etwa 13,3 Gramm pro Liter.

Ganz wichtig ist die richtige Aufguss-Temperatur. Kochend heißes Wasser (100 Grad Celsius) auf die Teeblätter gießen und den Tee nach Gefühl ziehen lassen, ist ein häufig begangener Fehler. Die Temperatur kann je Tee-Sorte um ein paar Grad schwanken, ist jedoch wesentlich geringer wie bei schwarzer Tee oder diversen Kräutertees. Grüner Tee aus Japan, wie etwa der Gyokuro bevorzugen eine Wasser-Temperatur von nur 50 bis 65 Grad Celsius. Im Gegensatz dazu bevorzugt Sencha (Frühlings-Ernte) etwa 70 Grad Celsius und Bancha oder Genmaicha 70 bis maximal 80 Grad Celsius. Temperaturen für andere Tee-Sorten entnimmt man am besten der Tee-Verpackung. Ein Wasserkocher mit Temperaturanzeige erleichtert die richtige Zubereitung einer Tasse grüner Tee und verhindert Schwankungen in der wiederholten Zubereitung.

Grüner Tee Ziehzeit. Bestimmt hat man bereits den ein oder anderen bitteren Tee konsumiert und sich über den komischen Geschmack gewundert. Dieses Phänomen entsteht aufgrund eines kleinen aber doch schwerwiegenden Fehlers. Der Fehler nennt sich, die Ziehzeit wurde nicht beachtet. Im Gegensatz zu vielen anderen Tee-Sorten benötigt grüner Tee eine relativ kurze Ziehzeit. Zu lange Ziehzeit führen zu einem bitteren Tee. Für grüner Tee empfehlen wir eine Ziehzeit von 1 bis 3 Minuten. Je nach Sorte, Erntezeit und Wasserqualität kann die Ziehzeit variieren. Der angegebene Wert stellt nur einen Richtwert dar und muss nach seinen eigenen Umständen angepasst werden. Tipp: Je niedriger die Wasser-Temperatur, desto länger kann der Tee ziehen ohne bitter zu werden.

An dieser Stelle wird auch darauf hingewiesen, dass Grüntee-Extrakt beziehungsweise Nahrungsergänzungen mit Grüntee-Extrakt nicht so ausführlich untersucht wurden, wie Getränke oder Extrakte die aus frischen Blättern zubereitet wurden. Die meisten Studien und gesundheitlichen Vorteile beziehen sich auf das Trinken von grünem Tee. Ob durch die Einnahme von Grüntee-Kapseln, Grüntee-Tabletten, Energy-Drinks mit Grüntee oder ähnlichen Lebensmitteln dieselben Resultate erzielt werden können ist fraglich. Klar ist jedoch, dass viele Fertigprodukte nicht annähernd dieselbe Menge an gesunden Inhaltsstoffen aufweisen, wie Tee aus rein natürlichen Tee-Blättern. Ab und zu kommt es auch vor, dass die Menge der Wirkstoffe so hoch dosiert sind, dass es zu Überreaktionen kommen kann. Welche Nebenwirkungen oder Überreaktionen ausgelöst werden können, beschreiben wir mit folgenden Zeilen.

Hat Grüner Tee Nebenwirkungen?

Obwohl bei einigen Studien die Teilnehmer bis zu 10 Tassen grüner Tee pro Tag zu sich genommen haben, empfehlen führende Experten maximal 5 große (350 – 400 ml) beziehungsweise 7 mittelgroße Tassen (250 – 350 ml) grüner Tee zu sich zu nehmen. Bei stark koffeinhaltigen Grüntee-Sorten entsprechen 5 Tassen pro Tag einer maximalen Aufnahme von ungefähr 300 Milligramm Koffein pro Tag. Falls Nebenwirkungen entstehen, dann meist wegen dem Inhaltsstoff Koffein. Nebenwirkungen können von leichten bis mittelschweren Kopfschmerzen, Nervosität, Schlafstörungen, Erbrechen, Durchfall, Reizbarkeit, unregelmäßiger Herzschlag und Schwindel reichen. Übermäßiger Konsum von Grüner Tee kann auch Magenbeschwerden oder eine Verstopfung mit sich bringen. Wie sagte Paracelsus, ein bedeutender Arzt und Naturforscher der von 1493-1541 lebte „Nur die Dosis macht das Gift“ („Sola dosis facit venenum“).

Bleibt der Tee-Konsum im Rahmen, gibt es im Normalfall keine Nebenwirkungen. Während einer Schwangerschaft empfehlen viele Experten grüner Tee in geringeren Mengen beziehungsweis maximal 2 mittelgroße Tassen pro Tag. Unsere Empfehlung wäre maximal 1 Tasse, um auf Nummer sicher zu gehen. Bei hohen Dosierungen kann grüner Tee die Aufnahme von Eisen und Folsäure verringern. Aus diesem Grund sollte grüner Tee bevorzugt zwischen den Mahlzeiten getrunken werden. Falls Sie Medikamente zu sich nehmen, sollten Sie vor der Einnahme von Grüntee oder Grüntee-Extrakt mit ihrem Arzt oder Apotheker darüber sprechen.

Grüntee trinken ist gesund

In diesem Beitrag haben wir uns einen kurzen Blick in die Welt der Grüntee-Pflanze (Camellia Sinensis) und deren Wirkung erlaubt. Laut Aufzeichnungen und Studien ist der Nutzen für die Gesundheit neben dem tollen Geschmack eines der wichtigsten Faktoren um ein aktiver Tee-Trinker zu werden. Wir empfehlen stets grüner Tee in kleineren Mengen zu kaufen. Es bringt den Vorteil, dass der Tee sein Aroma aufgrund langer Lagerzeiten nicht verliert und wesentlich mehr Nährstoffe und Geschmack übermittelt. Dieser Beitrag liefert erneut ausreichend Informationen über eines der gesündesten Lebensmittel unseres Planeten. Nicht um sonst nennen etliche Ernährungsexperten grüner Tee ein Superfood. Mehr zu Thema Superfood finden Sie im Artikel „ Warum ist Grüner Tee ein Superfood? “. Zum Abschluss bedanken wir uns bei unseren Lesern und wünschen viel Erfolg und ein gesundes und ausgewogenes Leben!

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