Autor: Nico
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Diese Low Carb Schüttelpizza gelingt ohne Hefeteig, Kneten oder Gehzeit: Eier, Quark und entöltes Mandelmehl bilden die Basis, Paprika, Zucchini und Käse sorgen für Geschmack. Die Zutaten werden in einer verschlossenen Dose geschüttelt, flach in einer Form verteilt und goldbraun gebacken. Das Ergebnis ist eine saftige, gut schneidbare Pizza ohne separaten Teigboden.
Das Rezept ergibt zwei große Portionen und braucht einschließlich Vorbereitung, Backen und kurzer Ruhezeit etwa 45 bis 50 Minuten. Wichtig für das Gelingen sind das richtige Mandelmehl, klein geschnittenes Gemüse und eine gleichmäßig dünne Schicht.
Eine Schüttelpizza ist eine unkomplizierte Pizza-Variante, bei der die Zutaten in einem dicht verschlossenen Behälter vermischt werden. Bei diesem Rezept ersetzen Eier, Magerquark und entöltes Mandelmehl den klassischen Pizzateig aus Weizenmehl. Der Käse wird direkt untergemischt und bräunt beim Backen an der Oberfläche.
Die Konsistenz unterscheidet sich deutlich von einer Hefepizza: Statt eines knusprigen Bodens entsteht eine weiche, herzhafte Masse, die an einen flachen Gemüseauflauf erinnert. Nach einer kurzen Ruhezeit lässt sie sich in zusammenhängende Stücke schneiden.
Das Rezept ist kohlenhydratärmer als eine vergleichbare Pizza mit klassischem Mehlboden. Kohlenhydratfrei ist es jedoch nicht, denn auch Quark, Gemüse und Mandelmehl enthalten Kohlenhydrate.
Die Mengen sind für eine rechteckige Metallform mit 20 × 30 Zentimetern Innenmaß ausgelegt. Auf einem großen Backblech würde sich die Masse zu dünn verteilen; eine deutlich kleinere Form macht sie zu dick und verlängert die Backzeit.
Außerdem werden Backpapier, ein Teigschaber und eine lebensmittelechte Dose mit etwa drei Litern Fassungsvermögen und dicht schließendem Deckel benötigt. Der freie Platz in der Dose ermöglicht, dass sich die Zutaten beim Schütteln bewegen und vermischen.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Metallform mit Backpapier auslegen und das Papier so anpassen, dass sich die Masse später bis in die Ecken verteilen lässt.
Paprika und Zucchini waschen und trocken tupfen. Bei der Paprika Stiel, Kerne und weiße Innenhäute entfernen, bei der Zucchini die Enden abschneiden. Anschließend jeweils 150 g abwiegen und in etwa fünf Millimeter kleine Würfel schneiden.
Die Gemüsewürfel bei Bedarf nochmals trocken tupfen, besonders die Schnittflächen der Zucchini. Das entfernt anhaftendes Wasser, nicht jedoch die natürliche Feuchtigkeit im Gemüse.
Die Eier aufschlagen und zusammen mit dem Magerquark in die Dose geben. Den Deckel vollständig verschließen und prüfen, ob er rundherum fest sitzt.
Etwa 20 Sekunden kräftig schütteln, bis sich Eier und Quark weitgehend verbunden haben. Kleine Quarkflöckchen sind unproblematisch; die Mischung muss nicht vollkommen glatt sein.
Entöltes Mandelmehl, Backpulver, Salz, Pfeffer und Oregano hinzufügen. Die Dose erneut sorgfältig verschließen und ungefähr 15 Sekunden kräftig schütteln.
Den Deckel öffnen und mögliche trockene Mehlreste am Boden oder Rand mit dem Teigschaber einarbeiten. Die Masse anschließend zwei Minuten quellen lassen. Das Mandelmehl bindet dabei Flüssigkeit, sodass die Basis etwas dickflüssiger wird.
Paprikawürfel, Zucchiniwürfel und die gesamten 100 g Gouda zur Basis geben. Die verschlossene Dose mit wenigen kräftigen Bewegungen schütteln, bis die Zutaten verteilt sind.
Falls Käse oder Gemüse in den Ecken hängen bleiben, mit dem Teigschaber nachhelfen. Die fertige Mischung soll dickflüssig bis löffelbar sein, nicht trocken oder knetbar.
Die gesamte Mischung in die vorbereitete Form geben und gleichmäßig bis in die Ecken verstreichen. Es soll eine flache, ungefähr ein bis eineinhalb Zentimeter hohe Schicht entstehen.
Besonders die Mitte kontrollieren: Dort darf kein dicker Hügel stehen bleiben. Eine gleichmäßige Schicht sorgt dafür, dass Rand und Mitte möglichst gleichzeitig gar werden.
Die Form auf der mittleren Schiene 25 bis 30 Minuten backen. Gegen Ende prüfen, ob die Oberfläche goldbraun ist und die Mitte vollständig gestockt hat.
Die Form dazu mit Ofenhandschuhen vorsichtig bewegen. Die Mitte darf nicht mehr flüssig schwappen. Geschmolzener oder gebräunter Käse allein zeigt noch nicht zuverlässig an, dass auch die Eiermasse durchgegart ist.
Falls die Mitte noch flüssig ist, die Backzeit um einige Minuten verlängern und erneut prüfen. Wird die Oberfläche dabei bereits zu dunkel, kann sie locker mit Aluminiumfolie abgedeckt werden.
Die fertige Schüttelpizza fünf Minuten in der Form ruhen lassen. Danach in Stücke schneiden und mit einem breiten Pfannenwender herausheben.
Die Schnittfläche darf saftig und weich aussehen, soll aber zusammenhalten und nicht auseinanderfließen. Warm auf zwei große Portionen verteilen.
Entöltes Mandelmehl entsteht aus dem Presskuchen der Mandelölgewinnung. Es enthält weniger Fett als gemahlene Mandeln und kann vergleichsweise viel Flüssigkeit aufnehmen. Diese Bindung ist für die Eier-Quark-Masse entscheidend.
Gemahlene Mandeln sind deshalb kein gleichwertiger Ersatz im Verhältnis 1:1. Mit ihnen kann die Schüttelpizza weicher und fettiger ausfallen. Auch teilentölte Mandelmehle können sich je nach Produkt anders verhalten.
Kokosmehl lässt sich ebenfalls nicht einfach in gleicher Menge einsetzen, da es meist deutlich stärker bindet. Für ein verlässliches Ergebnis bleibt die angegebene Menge entöltes Mandelmehl die passende Grundlage.
Eine feuchte Mitte gehört zu diesem Rezept. Sichtbare Flüssigkeit oder eine auseinanderlaufende Eiermasse dagegen nicht. Die wichtigsten Stellschrauben sind Gemüsemenge, Schichtdicke und ausreichende Backzeit.
Ein knuspriger Pizzaboden entsteht auch bei längerer Backzeit nicht. Überlanges Backen trocknet eher die Eiermasse aus, statt die typische Textur einer Hefepizza zu erzeugen.
Die Grundmischung lässt sich geschmacklich anpassen. Für verlässliche Ergebnisse sollten die Gesamtmenge und der Feuchtigkeitsgehalt der zusätzlichen Zutaten möglichst ähnlich bleiben.
Frische Tomaten, ungedrückter Spinat oder Mozzarella in Lake bringen mehr Feuchtigkeit mit. Sie sollten nicht einfach zusätzlich in die unveränderte Grundmischung gegeben werden.
Ja. Eier und Quark mit einem Schneebesen verrühren, anschließend Mandelmehl, Backpulver und Gewürze einarbeiten. Nach der Quellzeit Gemüse und Käse mit einem Teigschaber unterheben. Die Dose vereinfacht das Vermischen, ist aber für das Backergebnis nicht erforderlich.
Die Grundzutaten enthalten von Natur aus kein Gluten. Bei Zöliakie müssen insbesondere Mandelmehl, Backpulver und Gewürze ausdrücklich geeignet und vor Verunreinigungen geschützt sein. Vegetarisch ist das Rezept, wenn der Käse ohne tierisches Lab hergestellt wurde, beispielsweise mit mikrobiellem Lab.
Die genaue Menge hängt vor allem vom verwendeten Mandelmehl und den übrigen Produkten ab. Für eine belastbare Berechnung werden die Kohlenhydratwerte aller Zutaten anhand ihrer eingesetzten Mengen addiert und durch zwei Portionen geteilt. Die Bezeichnung Low Carb allein bedeutet nicht automatisch, dass ein Gericht zu jeder ketogenen Ernährungsweise passt.
Reste zügig abkühlen lassen und spätestens innerhalb von zwei Stunden abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Innerhalb von zwei Tagen verbrauchen und beim Aufwärmen vollständig durcherhitzen. Im Backofen bleibt die Oberfläche meist fester als in der Mikrowelle.
Diese Low Carb Schüttelpizza verbindet eine unkomplizierte Zubereitung mit einer saftigen Gemüse-Käse-Mitte. Entöltes Mandelmehl, trocken getupftes Gemüse und eine flach verteilte Masse sorgen dafür, dass sie nach dem Backen gut zusammenhält. Das Ergebnis ist keine knusprige Hefepizza, sondern eine herzhafte, bodenlose Alternative für zwei große Portionen.